Der Wolf


Infobroschüre Wolf - der Jägerschaft Uelzen und der Jagdbehörde des Landkreises Uelzen - Infos dazu unter AKTUELLES



 

Rahmen1
Abbildung 1 - 18.5.2007
Foto ©: W.Häsemeyer - Schießplatz Rheinmetall.

Bereits seit September 2006 gab es vereinzelte Sichtungen und Fährten eines Wolfes im Landkreis Uelzen im Bereich der Forstverwaltung Rheinmetall.

Mit den Aufnahmen eines Wolfes von W. Häsemeier steht nun fest: Der Wolf ist zurückgekehrt und hat sich auch über einen längeren Zeitraum in unserer Region behaupten können. Es ist der längste Zeitraum seit 1945, über den der Nachweis eines Wolfes in Niedersachsen besteht.

In dieser ganzen Zeit ist er von den meisten unbemerkt geblieben, und es hat auch definitiv keine Auswirkungen auf den Jagdbetrieb in den Revieren gegeben.

Das Thema Wolf und Großraubwild wird gegenwärtig in der Gesellschaft und besonders in Jägerkreisen zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Die Jahrhunderte währende Verfolgung einer Wildart mit erbärmlichsten Methoden wie Wolfsangel und Giftködern ist eines der schändlichsten Zeugnisse verkommenen ethischen und moralischen Umgangs mit einer leidensfähigen Kreatur, deren Rückkehr offensichtlich noch heute in weiten Kreisen der Jägerschaft abgelehnt wird.

Die bisherigen Veröffentlichungen in der einschlägigen Jagdpresse geben wenig Hoffnung auf eine sachliche, wissenschaftlich geprägte Auseinandersetzung mit dem Wolf. Die Gegenwart des Wolfes bedeutet sowohl für Jäger und Viehhalter, als auch für die Einwohner der betroffenen Regionen ein Konfliktpotential, das es durch sachliche Aufklärung und Information zu entschärfen gilt.
Seit den ersten Anzeichen der Wolfsanwesenheit bemüht sich daher der Vorstand der Jägerschaft des Landkreises Uelzen, durch diese Informationen zur Aufklärung über den Wolf und dessen Akzeptanz in der Jägerschaft und der Bevölkerung beizutragen.

Für die Jägerschaft ist der Wolf geistige Herausforderung und ethischer Prüfstein des eigenen Anspruchs im Beziehungsgefüge zwischen Natur- und Artenschutz, jagdlichem Eigeninteresse und einer traditionellen Ablehnung, begründet in der Unerfahrenheit im Umgang mit dieser faszinierenden Wildart.

Wir dürfen jagen, solange wir durch die Methoden und den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Wildpopulationen, den ethischen Ansprüchen der Mehrheit der Gesellschaft genügen und darüber hinaus nachweislich einen allgemeinen gesellschaftlich anerkannten Nutzen durch die uns anvertrauten Aufgaben erbringen.

Als streng geschützte Art steht die Rückkehr des Wolfes für die Wiederherstellung der vielerorts verloren gegangenen Artenvielfalt in Niedersachsen, entsprechend den Vorgaben des Übereinkommens über die biologische Vielfalt sowie den Grundsätzen und Zielen des Niedersächsischen Jagdgesetzes und des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes.

 

Der Schutz des Wolfes ist damit auch Aufgabe der Jägerschaft des Landkreises Uelzen e.V. !





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